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Call my pocket, 2017, Performance

Für die Gruppenausstellung “Das Pferd frisst keinen Gurkensalat” wurde eine kleine Galerie in Hannover in eine Art sehr große Telefonzelle verwandelt: Sieben sandfarbene Wandtelefone hängen in einer Reihe hinter zwei großen Schaufenstern. Auf dicken, telefonbuchgroßen Abreißblöcken steht eine Liste von 18 Kunstwerken und Telefonnummern. Jede einzelne Arbeit kann mit einer dreistelligen Nummer angerufen werden.

Während der Ausstellungsdauer trug ich ständig ein zweites Handy in meiner Tasche. Dieses modifizierte Nokia 3510i macht kein Geräusch, vibriert nicht und nimmt jeden Anruf automatisch an. Wenn also einer der Besucher 833 (eine zufällig generierte Zahl) wählte, wurde praktisch meine Hosentasche angerufen. Die Besucher konnten mit der Arbeit bewusst in meine Privatsphäre eindringen oder einfach Zeugen meines Alltags sein.

Zuätzlich zu meiner eigenen Arbeit war ich auch stark in die Entwicklung der Ausstellungsarchitektur als Ganzes involviert.